Monique braucht wirklich eine gute Story. Ihr Mann trennte sich von ihr und ihr Job bei ihrem Traumarbeitgeber ist nicht das, was sie wollte. Als Evelyn Hugo genau sie für eine Story wollte, wird es ihr einziger Lichtblick. Evelyn Hugo war ab den 50er Jahren (mehr oder weniger) Hollywood’s Ikone und Liebling. Nun ist sie bereit ihre eigene Geschichte zu erzählen. Mit sieben Ex-Ehemännern und vielen Geheimnissen, möchte sie, dass Monique ihre Geschichte schreibt.
All meine Freunde haben mir „The Sevens Husbands of Evelyn Hugo“ von Taylor Jenkins Reid Buch empfohlen. Wirklich, ALLE. Ich hatte es zwar schon im Bücherregal, aber aus verschiedensten Gründen habe ich es nicht angefangen. Manchmal habe ich auch einfach Angst vor gehypten Büchern, weil sie dann doch nicht überzeugen und die Erwartungen nicht erfüllen können.
Nun gut, ich habe bestimmt drei Mal geweint, und jedes Mal fühlte ich, wie die Emotionen durch die Seiten hindurch zu mir sprachen. Der Erzählungsstil hat mir richtig gut gefallen; er war so fesselnd. Der Wechsel zwischen Evelyn, Monique und den Klatschzeitschriften war sehr erfrischend und hat dem Ganzen eine dynamische Struktur verliehen. Moniques Entwicklung hat mich sehr berührt und ich konnte mich richtig mit ihr freuen, aber auch trauern. Evelyns Geschichte hat ungefähr jede Emotion, die ich je gefühlt habe, aufgebracht und wieder mal gezeigt, dass kein Mensch schwarz und weiß ist. Ich weiß nicht, wie Taylor es geschafft hat, dass Evelyn so realistisch dargestellt wurde, denn sie fühlte sich an wie eine alte Freundin, deren Schicksal ich mit großer Besorgnis verfolgte. Das Ende, muss ich sagen, habe ich zwar teils so erwartet, aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Es war eher wie der Abschluss eines wichtigen Kapitels, das mich nachdenklich zurücklässt und zum Reflektieren anregt.
Ich liebe, wie Bisexualität und LGBTQIA+ Themen behandelt werden, denn sie bringen oft wichtige gesellschaftliche Fragen und persönliche Kämpfe ans Licht. Ich wusste vorher, dass „The Seven Husbands of Evelyn Hugo“ queere Themen behandeln würde, und darauf war ich echt gespannt. Ich wurde glücklicherweise nicht enttäuscht. Es war sehr emotional und für die damalige Zeit gut dargestellt. Die Nuancen ihrer Beziehungen und die Komplexität ihrer Identitäten wurden auf eine Weise eingefangen, die sowohl authentisch als auch berührend war.
5/5 ⭐
xx, Jana









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